Seit 55 Jahren erscheint jeweils im Dezember der Sensburger Heimatbrief, eine Publikation, die sich als Bindeglied der früheren Bewohner des Kreises Sensburg, die heute in aller Welt verstreut leben, versteht und gleichzeitig eine Brücke zu der ostpreußischen Heimat und den dort verbliebenen Landsleuten sein will.
Elf Jahre nach Kriegsende und zwei Jahre, nachdem die Stadt Remscheid die Patenschaft über die Kreisgemeinschaft Sensburg übernommen hatte, wurde die erste Ausgabe im Dezember 1956 herausgegeben, zunächst als ein Blatt mit zwölf hektographierten Seiten. Im Laufe der Jahre wurde daraus ein umfangreiches DIN-A5 Heft in ansprechender Aufmachung mit ca. 160 Seiten. Eine Vielzahl von Beiträgen behandelt die unterschiedlichsten Themen.

Hier finden Sie die Liste der Heimatbriefe


Nach einleitenden Grußworten wird aus der Patenstadt Remscheid berichtet. Es folgen „Landsmannschaftliche Informationen“ sowie „Historische Informationen“, die den Kreis Sensburg betreffen. Einen breiten Raum nimmt die Berichterstattung über Ereignisse in dem heute polnischen Kreisgebiet Sensburg und bei der 1991 gegründeten „Sensburger Deutschen Gesellschaft ‚Bärentatze‘ – Stadt und Kreis Sensburg“ ein. Das Kapitel „Kultur und Wirtschaft“ behandelt die Geschichte von Kirchen und Schulen, von Industriebetrieben, Forstämtern, Sägewerken und vieles mehr. Im Laufe der Jahre wurden sämtliche Ortspläne der 121 Gemeinden des Kreises Sensburg mit den Namen der Bewohner nach dem Stand von 1945 veröffentlicht sowie die der Städte Sensburg und Nikolaiken. Ein weiteres sehr umfangreiches Kapitel beinhaltet die „Erinnerungen und Erlebnisse“. Hier erzählen Leser des Heimatbriefes von früheren Zeiten und erinnern an unvergessene Erlebnisse in der Heimat. Verständlich, dass dazu auch immer wieder Fluchtberichte gehören. Eine große Rolle spielen auch die Berichte über die Reisen in die ostpreußische Heimat, die jährlich stattfinden und nicht nur Erinnerungen wachrufen, sondern vor allem neue Erkenntnisse und Einblicke ermöglichen und zu Begegnungen mit den heute dort lebenden Menschen führen. Informationen über die im abgelaufenen Jahr durchgeführten Kreis-, Kirchspiel- und Ortstreffen fehlen ebenso wenig wie die umfangreichen Familiennachrichten mit Gratulationen zu hohen Geburtstagen und Todesanzeigen. Viele aussagekräftige Bilder/ Fotos ebenso aus vergangenen Zeiten wie teilweise auch farbige Fotos aus der Neuzeit sorgen für eine abwechslungsreiche Illustration. Der Sensburger Heimatbrief wird von dem Redaktionsteam in ehrenamtlicher Arbeit geschrieben, redigiert und gestaltet und aus Spenden der Leser finanziert. Sie warten jedes Jahr mit Spannung auf „ihren“ Heimatbrief, der zur Zeit in einer Auflagenhöhe von 6000 Stück gedruckt wird.


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