14. November 2020

Schleuse in Betrieb

Guschienen (Ortsteil von Niedersee) – Die Guzianka II, die Guschiener Schleuse, die den Kleinen Guschiener See mit dem Beldahnsee verbindet, ist in Betrieb genommen worden. Sie ist eine der am meisten genutzten Schleusen in Europa. Das Schleusen dauert acht Minuten, der Betrieb erfolgt vollautomatisch. Wie der bei der Eröffnung anwesende Vizeminister der Regionalpolitik, Grzegorz Puda, sagte, haben Wassersportler seit 25 Jahren auf die neue Schleuse gewartet. Die Stelle sei ein Nadelöhr in Masuren gewesen, da bei den alten Schleusen, die Schiffe der Weißen Flotte Vorfahrt hatten. Privatleute hätten bis zu sechs Stunden warten müssen. In der neuen Schleuse können gleichzeitig zehn große und kleine Wasserfahrzeuge abgefertigt werden. Die Länge der Schleuse beträgt 50 Meter, und ihre Breite 7,50 Meter. Der Bau der neuen Schleuse hat umgerechnet zirka 6,8 Millionen Euro gekostet, wovon 3,6 Millionen als Zuschuss von der EU kamen. In dieser Schifffahrts-Saison werden alle Benutzer der Wasserwege vom Bezahlen befreit, weil sich alle Schleusen und Abschnitte der inländischen Wasserwege im Staatseigentum befinden.

(Preußische Allgemeine Zeitung, Ausgabe Nr. 31 vom 31. Juli 2020)


04. August 2020

Neues aus der Region Aweyden-Peitschendorf

Den Bericht finden Sie hier


29. April 2020

Brief aus Sensburg zur Corona-Situation

Liebe Landsleute, liebe Ostpreußen,
ich möchte Ihnen einen kurzen Bericht aus der Heimat Sensburg geben.

Der neuartige Corona-Virus SARS-CoV2 erschwert auch hier den Alltag. Die vergangenen Osterfeiertage waren auch für uns, hier lebende Deutschstämmige, sehr schwer erträglich. Es gab keine Besuche von den Familienangehörigen. Vor allem die Enkelkinder wurden so sehr vermisst. Wir hatten eine wochenlange Ausgangssperre. Einkaufen, Apothekenbesuche waren jedoch erlaubt.

Seit dem 16.April ist in ganz Polen, in der Öffentlichkeit und am Arbeitsplatz, Maskenpflicht eingeführt. Menschen ab dem 65. Lebensjahr haben zwischen 10 - 12 Uhr Vorrang beim Einkaufen in den Geschäften. Ab dem 4.Mai sollen Hotels in ganz Polen wieder geöffnet werden.

Alles ist anders als sonst. Auch das Wetter in Ostpreußen spielt verrückt. Gestern sagte mir eine ältere Bäuerin aus Lötzen: „Schon meine Großmutter sagte immer: Schaltjahr – schlechtes Jahr. Die Bauern haben mit der Dürre schwer zu kämpfen.

Wir hoffen doch sehr, dass die aktuelle Situation bald ein Ende hat und der normale Alltag wieder einkehrt.

Vergessen Sie Ihre alte Heimat, das Land der dunklen Wälder und kristallklaren Seen, nicht! Bleiben Sie gesund! Herzlichen Grüße – und vielleicht bis bald in Sensburg.


28. April 2020

Auswirkungen der Pandemie

Die weltweite Corona-Pandemie beherrscht das gesamte Leben auch in unserem Heimatraum Sensburg. Geschäfte, Schulen, Büros, Kulturinstitutionen u.v.m. sind geschlossen. Arbeitsplätze liegen weithin brach. Diverse Verbote erschweren den bisher nicht gekannten Alltag. Einen großen Widerwillen löste sehr schnell das Verbot aus, den Wald nicht betreten zu dürfen. Gerade für die Pilzsammler im „Land der dunklen Wälder“ wäre das über einen längeren Zeitraum schwer zu ertragen gewesen. Diese Untersagung wurde jedoch rasch aufgehoben.

Selbst die gottesdienstlichen Feiern sind – wie überall – zum Erliegen gekommen. Für die Evangelischen, die meist als unsere verbliebenen Landsleute die Kirchengemeinden ausmachen, ist diese Anordnung als besonders schwierig aufgenommen worden. Der Gottesdienst ist gewissermaßen auch ein Teil, wo die Verbindungen zwischen den Deutschen aufrechterhalten und die Kontakte gepflegt werden. Die persönliche Verbindung stagniert in der gegenwärtigen Lage. Umso mehr bleibt man telefonisch in Verbindung.

Was diese außergewöhnliche Lage für die Protestanten und somit auch für unsere Landsleute dort bedeutet, lesen wir u.a. im Sorquitter evangelischen Informationsblatt zu Ostern 2020: Für uns und alle Christen ist das eine völlig neue Situation. Die Kirchengemeinden und ihre Pfarrer ermutigen normallerweise ihre Gläubigen zur stetigen Teilnahme am kirchlichen Leben und am Gottesdienst. Aber jetzt ist etwas passiert, an das sich auch die ältesten Gemeindemitglieder nicht erinnern können. Der Gottesdienst wurde abgesagt. Wir haben keine Gelegenheit, uns in der Kirche zu treffen, um gemeinsam zu beten, aus Angst vor der epidemischen Bedrohung. Vor uns liegt eine spezielle Prüfung, von der nicht bekannt ist, wie lange sie andauern wird. Mit allen Christen der gesamten Welt erbitten wir im Gebet Gottes Schutz und Beistand in dieser so schwierigen Zeit.


14. Februar 2020

Zwischen Groß Borken und Sensburg entsteht die S 16

Nach Fertigstellung der Straßenstrecke zwischen Allenstein und Groß Borken warten die Autofahrer schon seit geraumer Zeit gespannt auf den Ausbau des weiteren Abschnitts in Richtung Sensburg. Laut eines Berichtes der Gazeta Olsztynska (Allensteiner Zeitung) vom 4. Februar 2020 gilt der Ausbau des Straßenabschnitts Groß Borken - Sensburg nun als beschlossen. Ein Auftragnehmer für die Bauarbeiten der S 16 ist gefunden worden. Der Bau der neuen Teilstrecke S 16, deren Gesamtlänge 16 km ausmachen wird, soll in diesem Jahr in Angriff genommen werden und bereits Ende 2023 vollendet sein. Die Straße wird auf dem Abschnitt der S 16 zwei Fahrspuren in jede Richtung haben, wogegen die Umgehungsstraße um Sensburg in Richtung Nikolaiken, deren Länge etwa 3 km betragen wird, einspurig verlaufen soll. Derzeit muss der Autofahrer sich schon oft am Stadtanfang, bereits weit vor dem überqueren der Bahngleise, in einen längeren Stau einreihen. Für Reisende auf diesem Abschnitt bringt die neue Umgehungsstraße in der verkehrsreichen Zeit eine gewisse Entlastung. Außerdem ist man sich sicher, die Verkehrssicherheit dadurch zu erhöhen, die Stadt von Lärm, Abgasen und Vibrationen zu entlasten.


08. November 2019

Umgehungsstraße um Allenstein

Wer bisher bei einem Besuch nach Ostpreußen Allenstein durchqueren musste, erinnert sich, welchem schlechten Straßenzustand sein Auto ausgesetzt war. Jeder war froh, die Stadt heil hinter sich gelassen zu haben. Inzwischen stellte sich eine positive Veränderung dieser Lage ein. Seit dem Sommerbeginn 2019 führt südlich um Allenstein eine zweispurige Umgehungsstraße, die als Schnellstraße ausgewiesen ist. Aus Richtung Westen kommend beginnt die Umgehung bei der Ausschilderung Allenstein West, etwa 3 km vor der Stadt. Am anderen Ende, beim Verkehrsschild Allenstein Ost, mündet die Schnellstraße wieder in die Landesstraße 16. Auch die Stadt Osterode muss nicht mehr durchfahren werden. Aus Richtung Thorn kommend beginnt etwa 3 km vor Osterode ebenfalls eine Umgehungsstraße. Die neu errichteten Umgehungsstraßen sind nicht nur eine große Verkehrsentlastung für die beiden Städte, sondern bieten auf dieser Strecke ein angenehmes Fahren und schnelles Vorankommen. Jeder Heimaturlauber, der Sensburg mit dem PKW besucht, wird das entspannte Fahren auf dieser Strecke zu spüren bekommen.

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